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Marco
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Der Ritt
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..Fortsetzung
"Es ist nur gut für das Pferd, wenn sich jemand mit ihm
beschäftigt. Dann langweilt es sich nicht so. Du kannst Gerhard
sagen, daß soweit alles in Ordnung sei und ich übermorgen wieder
nach dem Pferd sähe. Ich möchte ihn jetzt nicht nochmal bei der
Stunde stören."
Nachdem der Tierarzt den Stall verlassen hatte führte Fred Marco
in seine Box zurück. Gerade als er die Boxtür geschlossen hatte,
erschien Danny auf der Bildfläche. Sie hatte ihren Schimmel schon
abgesattelt und auf die Koppel gebracht. "Was hat Dr. Mayer
gesagt?" erkundigte sie sich interessiert. "Nichts besonderes. Er
kommt am Samstag wieder." antwortete Fred. "Willst du Marco jetzt
führen? Ich habe ihn gerade in die Box zurückgebracht."
"Dann hole ich ihn eben wieder heraus." entgegnete Danny bestimmt
und streifte Marco das Halfter über.
"Ich führe ihn etwas auf dem Dressurviereck herum." meinte sie
dann. "In der Halle ist ja noch Unterricht."
Das Pferd folgte ihr brav zum Dressurplatz und lief dort friedlich
Runde um Runde neben ihr her. Dr. Mayers Sorge, Marco könnte
aufgrund der mangelnden Bewegung anfangen zu toben, war
anscheinend unbegründet gewesen. Nach genau zehn Minuten brachte
sie das Pferd in die Box zurück.
Ob man Marco wirklich wieder reiten kann? überlegte Danny etwas
später. Dr. Mayer war sich zwar ziemlich sicher, doch auch ein
Tierarzt konnte sich irren. Angenommen, Marco könnte nicht im
Schulbetrieb eingesetzt werden, was würde Gerhard dann mit ihm
tun? Trotzdem behalten und nur auf die Koppel stellen? Oder ihn
womöglich zum Schlachter bringen?!
".....Danny? Danny!"
Danny fuhr auf und sah Fred verwirrt an. "Was hast du gesagt?"
"Ich habe dich gefragt, wieviele Zähne ein Pferd hat." wiederholte
Fred ungeduldig. "Wo bist du denn mit deinen Gedanken?"
Die Clique hatte sich nachmittags auf der Terasse vor dem
Reiterstübchen zum Theorielernen zusammengesetzt. "Stuten haben 36
Zähne, Hengste und Wallache 40." antwortete Danny nach kurzem
Nachdenken. "Stimmt." bestätigte Fred. Danny zwang sich jetzt zum
Aufpassen. Schließlich war die Prüfung schon übermorgen und es
wäre zu blöd, ausgerechnet wegen der Theorie durchzufallen und
damit das eigene Pferd auf´s Spiel zu setzen.
"Wie groß sollte eine Box für ein Pferd mindestens sein,
Thorsten?" fragte Fred weiter.
"Doppelte Widerristhöhe im Quadrat." antwortete Thorsten wie aus
der Pistole geschossen.
"Was heißt das in der Praxis?"
"Ein Pferd, daß 1,50 m groß ist benötigt eine Box von mindestens
drei mal drei Metern." erläuterte Thorsten.
"Sehr gut." lobte Fred. "Silke, zähle einige Pflanzen auf, die für
Pferde giftig sind." Silke überlegte. "Adlerfarn, Eibe,
Herbstzeitlose, Maiglöckchen, Roter Fingerhut, Goldregen,
Tollkirsche ..... sind das genug?"
"Schon. Aber weißt du auch, wie die alle aussehen?" fragte Fred.
"Naja, also.....nein." gab Silke zu.
"Du solltest sie aber schon beschreiben können, wenigstens ein
paar davon." sagte Fred. "Hier im Buch sind einige abgebildet, die
kannst du dir nacher mal ansehen."
Silke nickte. "Kann nicht schaden."
"Ich glaube, wir sollten jetzt anfangen unsere Pferde
fertigzumachen." schlug Mandy vor. "Unsere Stunde beginnt in
zwanzig Minuten." Die Mädchen standen auf. Fred gab Silke das
Buch.
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